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Kliesow's Reuse

Wir – die Kliesow’s

Wir - die Kliesow's

Liebe Gäste unserer Internetseite,
wir, die Familie Kliesow, begrüßen Sie recht herzlich bei uns.

Seit 2006 betreiben wir eine „Verschlußbrennerei“ im südöstlichen Teil der Insel Rügen.

Hier, in Alt Reddevitz auf der Halbinsel Mönchgut, produzieren wir „feine Destillate“ aus Früchten und Getreide. Unter anderem das Ansetzen von Likören aus zahlreichen Litern Fruchtsaft, der wiederum aus Äpfeln, Sanddorn und Sauerkirschen gewonnen wird, oder die Herstellung leckerer Apfelgelees in verschiedenen Sorten gehören zu unserem Tagesprogramm. Darüber hinaus stehen wir vor der Aufgabe, mehrere Zehntausend Liter Maische pro Jahr herzustellen, abzudestillieren sowie zu unseren Schnäpsen weiterzuverarbeiten.

Mittlerweile sind es drei Generationen unserer Familie, die sich täglich um die Fertigung bemühen, damit uns unsere Vorräte auch nie ausgehen werden.

Auf den kommenden Seiten unserer Internetpräsentation wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Durchstöbern und hoffen, dass Sie interessante Beiträge sowie Produkte in unserem virtuellen Hofladen finden werden.

Ihre Familie Kliesow
Hubert & Ingrid –  Heidi & Thomas –  Stefanie, Matea Josefin & Kay   (v. l.)

Ein wenig in den Geschichtsbüchern geblättert - die wichtigsten Fakten:

1904 wurde die "Strandburg" als eines der ersten Hotels in Alt Reddevitz eröffnet. Der Bauherr war Karl Kliesow, von Beruf Kapitän. Er erkannte die Gelegenheit und die Vorteile, die der Tourismus mit sich bringen konnte.

Ein Jahr zuvor wurde der Bauantrag gestellt, der Kreisbaumeister stimmte zu und folglich wurde mit Hilfe vieler Handwerker das Hotel errichtet. Einer dieser Facharbeiter war sein Cousin Johann Kliesow.

Johann Kliesow, ein direkter, in vier Generationen vor Thomas Kliesow geborener Vorfahre, ist Zimmermann und Bootsbauer gewesen. Er wird die "Strandburg" kurz nach ihrer Fertigstellung gekauft und für die nächsten Jahre betrieben haben. Bis in die Zwanziger leiteten Thomas‘ Ur-Ur-Großeltern das Hotel. Unser geringer Wissensumfang beeinträchtigt bedauerlicherweise die detaillierte Berichterstattung.

Die schlechte wirtschaftliche Lage nach dem ersten Weltkrieg zwang jedoch Thomas‘ Vorfahren zum Verkauf des Hotels. Von diesem Zeitpunkt an gerechnet wird es rund 80 Jahre gedauert haben, bis unsere Familie das Anwesen wieder zurück erwerben konnte. In den Jahren nach der Veräußerung gab es mehrere Eigentümerwechsel, über die wir hier aus bekannten Gründen nur wenig referieren können.

Die letzten selbständigen Eigentümer, die das Haus als Hotel führten, wurden 1953 durch die Aktion „Rose“ enteignet. Daraus ging die Verstaatlichung der "Strandburg" hervor und in den darauffolgenden Jahren baute man sie zu einem Kinderferienlager der Deutschen Reichsbahn aus.

Etwa 1993, also nach dem Mauerfall, erlangten die Erben der enteigneten Eigentümer ihr Hotel wieder. Die Reichsbahn ist somit der letzte Nutzer des Gebäudes gewesen. Viele Jahre blieb die "Strandburg" nun ungenutzt stehen. Langsam begann der Verfall und der Vandalismus setzte dem ohnehin baufälligen Haus arg zu. Die Bemühungen der Alteigentümer, das Haus in ein modernes Hotel umzubauen, scheiterten und somit entschied man sich um 1998/ 1999, das Objekt zu verkaufen.

Ungefähr zu dieser Zeit waren wir auf der Suche nach einem Gebäude für Thomas‘ „Schnapsidee“, mit der er die ganze Familie angesteckt hatte. Dafür schien uns die "Strandburg" wie geschaffen, doch es sollten noch Tage – ja Jahre – vergehen, bis wir dann endlich im Mai 2005 alle Genehmigungen beisammen hatten und mit dem Umbau beginnen konnten.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das einstige Gemäuer ist liebevoll und aufwendig restauriert und präsentiert sich im alten Glanz seinen zahlreichen Besuchern und Hausgästen – wie schon vor über 100 Jahren.

Natürlich auch ein wenig stolz auf das, was wir hier geschaffen haben, aber vor allem dankbar für die tolle Unterstützung unserer zahlreichen Stammgäste, der Gastronomie und Hotellerie, dem Handel und den etlichen Rüganern, die unser Haus weiter empfehlen, stoßen wir mit Ihnen symbolisch an:

Auf die Gesundheit, viele zufriedene Gäste und selbstverständlich auf eine gute Ernte bei Obst und Getreide!
Sehr zum Wohle, Ihre Familie Kliesow!